Wirtschaftsmediation

„Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“ (Rumi)

Dieses Zitat verdeutlicht, wofür die Mediation steht. Es geht nicht darum, einen Schuldigen an der Konfliktsituation ausfindig zu machen. Vielmehr werden gemeinsam tragfähige Lösungen erarbeitet, mit denen alle Beteiligten in Zukunft beständig und gut leben können. Alle am Konflikt Beteiligten arbeiten aktiv mit, sind dabei aber nicht der Öffentlichkeit ausgesetzt. Diesen geschützten Rahmen stelle ich als Mediator zur Verfügung. Spezielle, strukturierte Techniken sowie absolute Vertraulichkeit sind die Grundlage für ein erfolgreiches Mediationsverfahren.

Mein Spezialgebiet sind Konflikte im innerbetrieblichen Umfeld:

  •   zwischen einzelnen Beschäftigten, Führungskräften oder Gesellschaftern
      innerhalb von Abteilungen oder Teams
      zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden
      zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat
      innerhalb des Betriebsrats

  • Als neutraler, allparteilicher Mediator unterstütze ich Sie dabei, tragfähige Brücken für eine Zukunft mit weniger Konflikten und besserer Kommunikation zu bauen. Klassisch als Präsenz-Mediation, bei der sich alle Beteiligten persönlich treffen. Oder online im Austausch via Konferenzschaltung. Auch wenn die Konfliktparteien sich an verschiedenen Orten befinden und ein persönliches Treffen nicht möglich oder gewünscht ist, kann so die Mediation stattfinden bzw. fortgesetzt werden. 
  • beratung

Warum ist Mediation für innerbetriebliche „Brandherde“ eine geeignete Methode?

Konflikte können viel Positives bewirken. Zum Beispiel können sie dafür sorgen, dass neue Ansätze gefunden werden und Ideen entstehen. Wenn sie aber unkontrolliert eskalieren oder lange Zeit schwelen und nicht bearbeitet werden, dann sind sie vor allem: teuer! In einer von KPMG veröffentlichten Studie (Konfliktkostenstudie - Die Kosten von Reibungsverlusten in Industrieunternehmen, 2009) wurde ermittelt, dass 10 bis 15 Prozent der gesamten Arbeitszeit in jedem Unternehmen für Konfliktbewältigung verbraucht wird. Führungskräfte verbrächten sogar 30 bis 50 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit direkt oder indirekt mit Reibungsverlusten, Konflikten oder Konfliktfolgen. Kosten aufgrund innerbetrieblicher Konflikte belasten Unternehmen jährlich mit mehreren Milliarden Euro!

Die wichtigsten Gründe für Mediation und professionelles Konfliktmanagement in Ihrer Organisation:

  •   Sie senken die hohen Kosten, die durch Reibungsverluste entstehen – zum Beispiel auf Grund von „Dienst nach Vorschrift“, Krankheit, verzögerten Projekten oder Fluktuation.
  •   Sie steigern die Produktivität nicht nur der Beteiligten, sondern des gesamten Umfeldes.
  •   Sie verbessern das Betriebsklima und steigern gleichzeitig Ihre Arbeitgeberattraktivität.
  •   Sie sorgen dafür, dass sich alle (endlich wieder) auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können.
  •   Sie binden wichtige Fachkräfte an Ihr Unternehmen.
  •   Sie erhalten Hinweise auf innerbetriebliche Schwachstellen, die die Konfliktentwicklung begünstigt haben.
  •   Sie stärken die Konfliktlösungskompetenz innerhalb Ihres Teams bzw. Unternehmens.

Grundprinzipien der Mediation

Mediation ist freiwillig. Jeder Teilnehmer erklärt sich bereit, zur Lösungsfindung beizutragen.

Mediation ist unparteiisch. Alle Beteiligten bekommen den Raum und die Zeit, die sie brauchen, um ihre Sichtweise darzustellen. Und um auszusprechen, was ihnen wichtig ist. Mit dem Ziel, dass am Ende gemeinsam eine Lösung entwickelt wird.

Mediation kommt zu verbindlichen Ergebnissen. Erarbeitete Lösungen werden in der Regel in einer Vereinbarung festgehalten, die von den Teilnehmern unterzeichnet wird.

Mediation ist ergebnisoffen. Denn feste Vorgaben würden eine freie Lösungssuche verhindern.

Als Mediator bin ich...Maik blau hoch

...wie ein Bergführer, der dafür sorgt, dass

  •   die Gruppe den Weg nicht aus den Augen verliert
  •   das erklärte Reiseziel am Ende erreicht wird und
  •   auf dem Weg niemand verloren geht.

...gesetzlich zur Vertraulichkeit verpflichtet.

…allparteilich. Das heißt, ich setze mich möglichst gleichermaßen für die Interessen aller am Konflikt Beteiligten ein und verfolge keine eigenen Interessen.

...weder ein Richter noch ein Schlichter. Und schon gar kein juristischer Berater. Ich helfe Ihnen vielmehr dabei, selbst die notwendigen Schritte zur Lösung machen und stelle Fragen, wenn der Dialog ins Stocken gerät.

Ablauf des Mediationsverfahrens

Ein Mediationsverfahren läuft in verschiedenen Phasen und findet in einer neutralen, angenehmen und vertrauensfördernden Atmosphäre statt, in der eine gleichwertige Kommunikation möglich ist. Als Mediator führe ich Sie durch den Prozess.

Phase 1: Einleitung

> Ziel: einen sicheren Rahmen für das Gespräch schaffen.

Alle Beteiligten werden (noch einmal) darüber informiert, wie das Verfahren abläuft, dass der Mediator den Ablauf gestaltet, die Konfliktparteien selbst jedoch die Experten für den Konflikt sind, die darüber entscheiden, ob und wie dieser gelöst wird. Die Beteiligten können Regeln gemeinsam vereinbaren und äußern ihre Bereitschaft, sich auf diese Regeln einzulassen.

Phase 2: Sichtweise der Betroffenen

> Ziel: Alle Beteiligten haben sich gegenseitig zugehört. Sie haben durch die Spiegelung die Sicht auf den Konflikt neu gehört und erste Motive sind sichtbar geworden. Der „Dampf ist abgelassen“.

Die Medianden stellen hier ihre Sicht des Konflikts dar - ohne dass die Gegenpartei sie unterbricht. Der Mediator hört aktiv zu, fasst zusammen und stellt Verständnisfragen. Alle wichtigen Informationen werden gesammelt.

Phase 3: Konflikterhellung – was steckt dahinter?

> Ziel: Allseitige Klarheit über Interessen und Bedürfnisse schaffen. Den Überblick behalten. Den Blick von der Vergangenheit in die Zukunft lenken.

Diese Phase wird oft als der „Herzstück“ der Mediation bezeichnet. Jetzt werden die mit dem Konflikt verbundenen Gefühle ausgedrückt und mit Unterstützung des Mediators Wünsche und Interessen herausgearbeitet. Kernsätze zum Verständnis des Konflikts werden durch den Mediator zusammengefasst bzw. gespiegelt, damit Missverständnisse vermieden werden und von den Positionen im Konflikt der Weg zu den Wünschen und Bedürfnissen der Parteien gefunden wird.

Phase 4: Lösungsmöglichkeiten sammeln und entwickeln

> Ziel: Die Medianden arbeiten gemeinsam an möglichen Lösungen, die künftig von allen Beteiligten getragen werden können.

Die Medianden überlegen in einem kreativen Prozess gemeinsam, wie sie ihre Meinungsverschiedenheiten beilegen wollen. Alle Ideen sind erlaubt, werden zunächst nur gesammelt und erst im zweiten Schritt bewertet. Auch zuerst unsinnig erscheinende Ideen tragen häufig den Kern der Lösung in sich Die Verantwortung für die Lösung tragen alle gemeinsam.

Phase 5: Abschlussvereinbarung

> Ziel: Nachhaltige und verlässliche Lösungen sichern.

Die Konfliktparteien einigen sich auf die Lösungsvorschläge, die ihnen am meisten zusagen. Der Mediator hält die Vereinbarungen schriftlich fest und lässt sie von allen Betroffenen unterschreiben. Die konkrete Umsetzung wird nach der SMART-Regel (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert) festgehalten.

  • Kosten und Dauer der Wirtschaftsmediation

Die Hilfe bei der Lösung von innerbetrieblichen Konflikten ist Maßarbeit. Daher lässt sich zur Dauer eines Mediationsverfahrens keine allgemeingültige Aussage treffen. Vielmehr hängt es davon ab, wie stark der Konflikt eskaliert ist und wie viele Beteiligte es gibt. Es ist durchaus möglich, dass eine Kurzmediation von wenigen Stunden bereits zu einer tragfähigen Lösung führt. Es gibt aber ebenso Fälle, in denen mehrere Termine notwendig sind und die dadurch mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Ein Mediationsverfahren wird nach Zeithonoraren (Stunden- oder Tagessatz) vergütet. Üblicherweise werden die Kosten zwischen den Konfliktparteien aufgeteilt, im innerbetrieblichen Kontext trägt sie meist der Arbeitgeber.

Gerne erstelle ich für Sie ein individuelles Angebot. Sprechen Sie mich an – ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme!